Kellerdeckendämmung & Dämmung der obersten Geschoßdecke

 

Hohe Decken fordern die Heizung heraus – ganz besonders wenn sie ungedämmt sind. Über einen Quadratmeter nicht gedämmte Kellerdecke oder das oberste Dachgeschoss entweicht pro Jahr die Energie von etwa zehn Litern Heizöl. Dabei schafft eine Dämmung schnell und kostengünstig Abhilfe – wie in der Energieeinsparverordnung (EnEV 2009) vorgegeben.

 

 

Welches Dämmsystem zBsp. beim Dach,sich am besten eignet, hängt ganz vom Dachraum ab: Räume, die nicht genutzt und nur zu Wartungszwecken betreten werden oder Dachräume, die begehbar sein sollen. Fragen Sie nach, wir beraten Sie gern.


Gut zu wissen

Für oberste Geschossdecken in nicht ausgebauten Dachgeschossen gilt die Pflicht zur Dämmung gemäß EnEV 2009 §10 Absatz 3 und 4.

EnEV 2009 §10:

(3) „Eigentümer …, müssen dafür sorgen, dass bisher ungedämmte, nicht begehbare, aber zugängliche oberste Geschossdecken beheizter Räume so gedämmt sind, dass der Wärmedurchlasskoeffizient der Geschossdecke 0,24 Watt/(m².K) nicht überschreitet. …“
(4) „Auf begehbare, bisher ungedämmte oberste Geschossdecken beheizter Räume ist Absatz 3 nach dem 31. Dezember 2011 entsprechend anzuwenden.“

Energieeinsparverordnung (EnEV) 2009

Ein neuer Baustein: Die Unternehmererklärung

Seit dem 1. Oktober 2009 muss ein Unternehmen, das bestimmte Arbeiten an einem bestehenden Gebäude durchgeführt hat, der Bauherrschaft bzw. dem Eigentümer nach § 26a EnEV (Energie-Einsparverordnung) zur Dokumentation der ausgeführten Arbeiten eine sog. Unternehmererklärung ausstellen. Die Unternehmererklärung dient der Verbesserung des Vollzugs der EnEV und trägt dazu bei, Schwarzarbeit einzudämmen. Die Unternehmererklärung soll die Bauherren auf Anforderungen der EnEV aufmerksam machen und zur EnEV-konformen Baumaßnahmen im Gebäudebestand beitragen.

Unternehmererklärungen sind erforderlich, wenn an oder in bestehenden Gebäuden

  • Änderungen an Außenbauteilen (Fassade, Fenster) vorgenommen werden,
  • oberste Geschossdecken oder darüber befindliche Dächer gedämmt werden,
  • Heizkessel und sonstige Wärmeerzeugersysteme erstmalig eingebaut oder erneuert werden,
  • Wärmeverteilungs- und Warmwasserleitungen gedämmt werden,
  • Klimaanlagen und sonstige raumlufttechnische Anlagen eingebaut oder erneuert werden.

Mit der Unternehmererklärung kann der ausführende Handwerksbetrieb die Qualität seiner Arbeiten darstellen und belegen, dass er seine Pflichten hinsichtlich der Anforderungen der EnEV erfüllt hat. Denn auch er ist neben der Bauherrschaft und den anderen am Bau Beteiligten für die Einhaltung der EnEV-Anforderungen verantwortlich. Die Nichtausstellung einer Unternehmererklärung ist eine Ordnungswidrigkeit.

Die Unternehmererklärung ist von der Bauherrschaft mindestens fünf Jahre aufzubewahren und der Unteren Bauaufsichtsbehörde (Kreisbauamt) auf Verlangen vorzulegen. Es empfiehlt sich allerdings, sie dauerhaft in die Gebäudeunterlagen aufzunehmen.

Die EnEV 2009 bestimmt, dass die Vollzugsbehörden stichprobenartig überprüfen können, ob die Anpassungen an die Anforderungen der neuen EnEV auch tatsächlich erfolgt sind. In § 26b EnEV ist geregelt, dass der Bezirksschornsteinfeger im Rahmen der Feuerstättenschau überprüft, ob Nachrüstungen im Bereich der Anlagentechnik vorgenommen wurden. Werden Anforderungen an die EnEV nicht erfüllt, muss der Schornsteinfeger dies nach einer angemessenen Frist zur Nacherfüllung der Bauaufsichtsbehörde melden. Wird die Erfüllung der Anforderungen durch Vorlage einer Unternehmererklärung nachgewiesen, bedarf es keiner weiteren Prüfung durch den Bezirksschornsteinfegermeis